Philipp Kunde, hier noch im Trikot des HGW Hofweier, wechselt nach Willstätt ©Handball-Server
Handball-Oberligist SG Köndringen-Teningen unterstreicht sein Interesse an der 3. Liga mit der Anmeldung zu den Aufstiegsspielen. Derweil gibt es aber auch einen sofortigen Abgang zu beklagen.


Fristgerecht hatte SG-Vorstand Markus Keune die Anmeldung für eine mögliche Aufstiegsrunde zur 3. Liga beim Verband am letzten Montag eingereicht. Drei weitere Vereine taten es ihm gleich. Sowohl die beiden ehemaligen Drittligisten aus Söflingen und Neuhausen als auch die Erstligareserve des TVB Stuttgart bestätigten ihr Interesse und bekannten sich zu einem möglichen Aufstieg. Viele Fragen bleiben indes jedoch noch unbeantwortet. In welchem Modus die Entscheidungen sportlich gefällt werden sollen oder welche Alternativen es geben könnte für eine Entscheidung am grünen Tisch, sind weiterhin unklar. Eins steht jedoch fest. Es wird zwei Mannschaften geben, die in der nächsten Saison die Oberliga Baden-Württemberg in Richtung 3. Liga verlassen werden.

Sicher ist dabei auch, dass den Mannschaften nicht gestattet wird, analog zu den Teams der aktuellen Drittligisten, zu trainieren und Testspiele durchzuführen. „Das ist natürlich sehr schade. Ich habe gemerkt, wie sehr eine mögliche Aufstiegsrunde im sportlichen Sinne die Motivation bei allen meinen Spielern geweckt hat. Wir sehnen uns alle nach Hallenluft. Dass wir nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen sind, ist bitter. Faktisch sind wir da in einem Boot mit allen Breitensportmannschaften und damit gleichermaßen abhängig von den Inzidenzzahlen. Wir werden weiterhin versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und warten auf weitere Entscheidungen der Verbände und der Politik“, so ein etwas geknickt wirkender Trainer Michael Schilling.

Als nächstes werden sich nun Vertreter der vier Vereine in einem Onlinemeeting besprechen. Der Verband signalisierte, dass er gerne Vorschläge und Ideen aus dieser Viererrunde unterstützen und umsetzen möchte, um eine möglichst faire Lösung in der Aufstiegsfrage zu finden. Bei der Betrachtung der aktuellen Pandemielage erscheint eine Entscheidung im Losverfahren als ein realistisches Szenario. Bis Mitte Juni muss in jedem Fall eine Entscheidung getroffen werden. Bis dahin heißt es für die SG-Handballer weiterhin schwitzen mit Abstand zu den Teamkollegen. Athletikcoach Jannis Röll bekommt in jedem Fall nach einer zweiwöchigen Pause wieder alle Hände voll zu tun.

Während den Planungen für die mögliche Aufstiegsrunde teilte indes Linksaußen Philip Kunde den Vereinsverantwortlichen mit, dass es ihn zum TV Willstätt zieht. Er folgt damit Werner Minder, dem bisherigen Betreuer der Herren 1, ins Hanauerland und trifft dort auf mehrere ehemalige Spieler der SG. Sollte es doch noch zu Aufstiegsspielen kommen, kann Trainer Michael Schilling auf der Außenposition mit Lukas Zank und Maximilian Endres auf zwei absolute Leistungsträger bauen, sodass einer sofortigen Freigabe Kundes aus Vereinssicht nichts im Wege stand.

Noch steht den Herren I Matthias Emmenecker zur Verfügung. Der Kreisläufer wird jedoch zur neuen Saison primär wieder in der Südbadenliga zum Einsatz kommen. „Matthias kam auf uns zu und hat darum gebeten, für die neue Saison nach Alternativen neben Kapitän Axel Simak am Kreis zu suchen. Beruflich wird er noch mehr eingespannt sein und kann daher das hohe Trainingspensum nicht voll garantieren. Wir freuen uns jedoch riesig, dass er gleich signalisiert hat, dass er die zweite Mannschaft intensiv unterstützen will. Mit seiner Erfahrung und seinem Können tut er uns an dieser Stelle sehr gut. Wir erhoffen uns durch diese Personalie mehr Stabilität und Ruhe für unsere jungen Spieler. Er wird ein wichtiger Faktor in der Entwicklung unserer jungen Spieler sein und passt einfach wunderbar ins Team. Matze spielt seit der Jugend bei uns und ist in Sachen Vereinsdenken wirklich ein super Vorbild“, so Teammanager Philipp Grangé.
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