10 Minuten kollektives Blackout verhindern vernünftiges Ergebnis beim Tabellenzweite.






Gegen den Aufsteiger und Überraschungs-Tabellenzweiten südlich von Stuttgart, reiste der voll besetzte Bus der Spielerinnen und Fans recht zuversichtlich an. Hatte man doch im Aufstiegsjahr in der Oberliga in der Fremde noch einen überzeugenden Sieg landen können.

Dass in beiden Teams sich allerdings in der Zwischenzeit gravierenden Veränderungen zu verzeichnen waren, gab dem Spiel vorweg eine relativ unkalkulierbare Note. So musste sich die junge SG-Perspektivtruppe gegen eine doch sehr gut verstärkte und erfahrene Mannschaft messen, die im bisherigen Saisonverlauf alle Experten überraschte. Dennoch begann die Partie recht verheißungsvoll, konnte man doch die ersten Minuten recht fehlerfrei agieren und nach zweimaliger Führung in der 5.Minute einen 2:2 Gleichstand verbuchen.

Was sich dann allerdings zwischen der 5. und 15. Minute in den Reihen der SG-Mädels abspielte, war von den zahlreichen Zuschauern, aber auch den Verantwortlichen auf der Bank, nur schwer zu verdauen: Ohne Not, ließ man plötzlich jegliche Konzentration im Angriff vermissen, blieb mit vergebenen Großchancen und Strafwürfen 10 Minuten ohne eigenen Treffer und lud in einem 0:9 Lauf den Gegner mit erfolgreichen Tempogegenstößen zu ihren Toren förmlich ein.

Taktische Umstellungen, personelle Wechsel seitens des Trainerduos Bauer/Manz verpufften und man musste in der 15.Minuten einen schmerzhaften 11:2 Rückstand verkraften, der schon eine gewisse Vorentscheidung erahnen ließ. Nachdem leider Karla Höhne aufgrund ihrer Verletzung nicht mehr mitwirken konnte, krempelte man erneut das Team nochmals komplett um und brachte  bis zur 28.Minute beim 14:9 endlich wieder etwas Ruhe und Struktur ins Spiel. Leider leistete man sich dann erneut unnötige Fehlwürfe, die der Gegner zum Halbzeitstand von 16:9 nutzte.

Nach dem Wechsel versuchte es die SG-Bank abwechselnd mit einer offensiven 3:3 Formation und auch mit der jungen Ariane Pfundstein und Stephi Elies im Zentrum einer 6:0 Abwehr. Dennoch verpufften alle Bemühungen, nochmals näher heranzukommen. Dazu scheiterte man zu oft an der korpulenten TSV Torhüterin Stefi Ege, die mehr als 10 glasklare, freie Torchancen und zusätzlich 4 Strafwürfe vereitelte und in den Köpfen der SG-Angreiferinnen zum Alptraum wurde. Dabei hielten die eigenen Torhüterinnen Oli Blandl und Zoe Bürger sicherlich nicht schlecht, konnten die verdiente Niederlage allerdings nicht verhindern. Dass man bei etlichen Entscheidungen der Schiedsrichter nicht gerade bevorteilt wurde, fiel da schon kaum mehr ins Gewicht, dennoch blieben viele harte Attacken der Gastgeberinnen zu oft ungestraft.

Bilanzierend muss man zur Kenntnis nehmen, dass man in dieser Liga einfach möglichst 60 Minuten das Niveau und die Konzentration hoch halten muss, um auch wieder zu Punkten zu kommen. Dies gelang zuletzt einfach nicht und muss das Ziel für die nächsten Partien (24.11. H – Haunstetten, 30.11. A – Gröbenzell und 7.12. H – Möglingen) sein, in denen man auch mal wieder zu den dringend benötigten Punkten kommen will.

Positiv nach wie vor der Teamgeist in der jungen Truppe, die selbstkritisch an ihren Fehlern gemeinsam weiter arbeitet und aus jedem Negativerlebnis - mit dem nötigen Erfahrungsgewinn, dennoch gestärkt weiter an ihrem großen Entwicklungspotential arbeiten wird ! (Bericht: Drulli, Fotos:  Marco Schreiber)

TSV Wolfschlugen -  SG Kappelwindeck/Steinbach  30:22 (16:9)

SG Kappelwindeck/Steinbach  Olivia Blandl, Zoe Bürger, (Svenja Wunsch = krank);  Feld: Nathalie Droll (4/2) Franzi Manz (3), Verena Keller (1), Fitore Aliu (1), Janina Jülg, Karen Klöpfer, Karla Höhne, Janina Horn (2),  Anna Bönte, Franka Riedl (2), Nadja Kaufmann (3), Ariane Pfundstein (3), Celine Baier (1), Stephi Elies (2).

 TSV Wolfschlugen  SG Kappelwindeck/Steinbach

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