TuS Oppenau setzt nach Abstieg in der kommenden Saison auf den eigenen Nachwuchs.


Die Handballer des TuS Oppenau haben das Saisonziel »Klassenerhalt« nicht geschafft und mussten Ende der vergangenen Saison in den Fahrstuhl nach unten in die Bezirksklasse steigen. Im Interview nach dem Testspiel des verstärkten TuS-Teams gegen den Bundesligisten FA Göppingen (24:38) am Dienstagabend in der Günter-Bimmerle-Halle bestätigte Trainer Kim Kursch, dass wegen des Abstiegs keinerlei Panikstimmung aufgekommen ist, man auf junge Spieler aus dem eigenen Verein setzt und diese ans Niveau heranführen will. Die Bezirksklassen-Saison beginnt Mitte September.

Herr Kursch, der TuS ist in der vergangen Saison abgestiegen, auf die Bezirksbühne zurückgekehrt. Gab es deshalb »innerbetriebliche Probleme« und wie hat der Verein das verkraftet?
Kim Kursch: Jeder Abstieg bringt immer ein paar Änderungen mit sich. Bei uns haben sich zwei Spieler entschlossen  den Weg anderswo weiter zu gehen. Auswärtige Zugänge gibt es nicht. Wir bedienen uns aus den eigenen Reihen und versuchen viele junge Spieler ans Niveau heranzuführen. Und das läuft schon ganz gut, wie das Testspiel gegen Göppingen gezeigt hat.

Von auswärts nichts »Neues«, dafür viele junge eigene Spieler im Kader. Das bedeutet aber trotzdem einiges an Integrationsarbeit, oder?
Kursch: Nein, es braucht keine Integrationsarbeit, weil alle Spieler aus der eigenen Jugend kommen bzw. aus dem eigenen Verein. Sie kennen die Strukturen, kennen die Mitspieler und auch mich, den Trainer. Es gibt handballerisch sicher ein paar Baustellen, die wir jetzt bis zum Saisonstart Mitte September beheben müssen. Da sind wir momentan dran, die Jungs sind sehr engagiert, ich bin sehr zufrieden und denke, dass es klappen wird.

Die Bezirksklasse ist qualitativ ganz gut besetzt. Ist der sofortige Wiederaufstieg des TuS das Ziel?
Kursch: Wir reden in dieser Saison nur von einer Entwicklung, das will ich an keinem Tabellenplatz fest machen. Ich   glaube, dass es für den direkten Aufstieg andere Aspiranten gibt als uns. Wir tun gut daran, wenn wir den Fokus auf uns richten und uns Stück für Stück verbessern und vor allem auch die jungen Spieler ans Niveau heranführen. Das ist das Ziel für die nächste Runde.

Mit Blick auf das Testspiel des verstärkten TuS Oppenau gegen Frisch Auf Göppingen – was hat Ihnen an ihrem Auswahlteam besonders gefallen und was konnten die Renchtal-Handballer vom Bundesligisten in den 60 Spielminuten lernen?
Kursch: Wir hatten uns darauf eingeschworen zu versuchen Frisch Auf Göppingen so viel wie möglich ins Spiel »Sechs gegen Sechs« zu bringen. Im Klartext: Gut zurücklaufen und mutig sein. Das haben die Jungs phantastisch  umgesetzt.  Ich weiß nicht, ob unser Keeper Stefan Welle heute Nacht schlafen kann, nach so einer starken Leistung. Vor allem unsere Torhüter haben einen super Job gemacht. Auch haben wir es geschafft, unter 40 Gegentoren zu bleiben. Insgesamt war es ein Riesenerlebnis. Ich hoffe jeder unserer Spieler nimmt aus dieser Partie ein oder zwei Sachen mit – aber nicht nur Erinnerungen, sondern Sachen, die er handballerisch in Zukunft umsetzen kann.

Die Auswahl »TuS Oppenau und Freunde« – war das vielleicht schon ein Fingerzeig oder eine »Vorstufe« für eine HSG Renchtal?
Kursch: Wenn man von der heutigen Kaderzusammensetzung ausgeht, dann hat sich diese hauptsächlich aus zwei Vereinen gebildet (TuS Oppenau und TV Oberkirch).  Für alles andere bin ich der falsche Ansprechpartner. Darauf bekommen Sie von mir heute Abend ganz bestimmt keine Antwort.

TuS Oppenau

Zum Seitenanfang