Nach einer dramatischen Schlussphase unterliegen die Damen der SG Freudenstadt/Baiersbronn der SG Kappelwindeck/Steinbach denkbar knapp mit 26:25 (15:14).


Die Gastgeberinnen behielten am Ende den kühleren Kopf und ziehen damit in der Tabelle an der Schwarzwald-SG vorbei.

Die Ausgangslage war für das Team von Trainerduo Bauer/Sättler alles andere als optimal. Der Ausfall einiger Stammkräfte schmälerte den ohnehin schon dünnen Stamm an Akteurinnen. Somit traten die Weiß-Schwarzen mit insgesamt acht A-Jugend-Spielerinnen und lediglich zwei Stammkräften die Reise ins Badische an.

Trotzdem spielten die Schwarzwälderinnen zu Beginn der Partie befreit auf und konnten dank Gegenstoßtreffern von Clara Züfle und Jana Klisch mit 0:2 in Führung gehen. Zudem taten sich die Gastgeberinnen schwer, die Anspiele von Ina Klisch an Kreisläuferin Marleen Finkbeiner zu unterbinden. Über diese Achse konnte die Gast-SG einfache Toren im Kleingruppenspiel erzielen.

Die Defensive der SG agierte allerdings in den entscheidenden Momenten zu nachlässig. Häufig fand die SGKS zu einfach Lücken in den Abwehrreihen der Gäste und konnte speziell über die gefährlichen Außenspielerinnen zu Treffern gelangen. So glichen die Gastgeber beim Stand von 6:6 erstmals aus und konnten von da an die Partie ausgeglichen gestalten.

Schwache Abschlüsse und mangelnde Konzentration im Passspiel brachten anschließend die Sättler-Sieben weiter ins Hintertreffen. Von einer Überzahlsituation konnten die Weiß-Schwarzen ebenso nicht profitieren und die Rebländerinnen gingen erstmals mit drei Toren in Führung.  Bis zur Halbzeit konnten die SG-Damen noch einmal auf 15:14 verkürzen.

Während man den Gastgebern in Anbetracht der angespannten Personalsituation im ersten Spielabschnitt noch mit einer guten Leistung die Stirn bot, fielen die Weiß-Schwarzen im Anschluss wieder in alte Muster zurück. Der Rückraum agierte zu harmlos und die mühsam erkämpften Chancen wurden häufig nicht verwandelt. Zudem machte sich die Abwesenheit von Stammsiebenmeterwerferin Ines Welle bemerkbar. Insgesamt fünf Strafwürfe fanden nicht den Weg ins Tor der Gastgeberinnen.

Trotzdem bewies man großen Kampfgeist und ließ sich auch nach der Sechs-Tore-Führung der Rebland-SG Mitte der zweiten Halbzeit nicht entmutigen. Durch einen starken 4:0 Lauf konnten die Schwarzwälderinnen noch einmal auf 24:22 verkürzen. Anfang der letzten Spielminute erzielte Ina Klisch, mit neun Toren die beste Werferin der SG, den Anschlusstreffer zum 26:25. Die erfahrene Heimmannschaft ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und rettete den knappen Vorsprung über die verbliebene Zeit.

Trainer Ludwig Sättler zeigte sich nach der knappen Auswärtsniederlage enttäuscht. „In den letzten fünf Minuten haben wir drei ganz klare Torchancen vergeben. Das darf uns bei einem so engen Spielstand nicht passieren.“ Trotzdem hebt der Coach hervor, dass seine junge Mannschaft viel Kampfbereitschaft bewiesen hat. Mit dieser Einstellung wollen die SG-Damen am kommenden Samstag um 20:00 Uhr in der Kreishalle die SG Muggensturm/Kuppenheim II besiegen.

SG Freudenstadt/Baiersbronn - SG Kappelwindeck/Steinbach III 26:20 (12:9)

SG Freudenstadt/Baiersbronn: Eva-Maria Raster, Jana Klisch (5), Ines Welle (2), Clara Züfle (2), Nicole Knödler (3), Jessica Möhrle, Marleen Finkbeiner (1), Bertina Bloch, Gina-Maria Cusa, Jule Fahrner, Kim Höfler (10/2), Hannah Frei (2), Maxi Kaltenbach (1), Benita Roscher; Trainer: Ludwig Sättler

SG Kappelwindeck/Steinbach III: Sina Huck, Lisa Tausend (1), Nathalie Braun (2), Anna Falk (4/2), Elena Burkart (3), Sophia Ködel (2), Cyrielle Koch (1), Fabienne Gaumet, Raja Noreen Tausend (3), Pia Gerber, Jessica Moschke (1), Anika Schulmeister (3), Fabian Heidenreich; Trainer: Sandro Ullrich

Schiedsrichter: Dominik Volz (HSG Hardt), Johannes Volz (HSG Hardt)

Gelb: Clara Züfle (2.), Marleen Finkbeiner / Fabian Heidenreich, Sophia Ködel, Anna Falk

Strafminuten: 2:4

2 Minuten: Jana Klisch / Lisa Tausend, Anika Schulmeister

SG Freudenstadt/Baiersbronn  SG Kappelwindeck/Steinbach

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