Der deutsche Handballbund veranstaltete in diesem Jahr, erstmals in dieser Form im Großraum Stuttgart den Deutschlandcup.


Vom 04.- 06.01.2019 kämpften 16 Landesverbände mit ihren Auswahlteams um die Deutsche Meisterschaft U17. Bereits vor einem Jahr wurden die Verbände Südbaden, Baden und Württemberg zu einem Landesverband ( Team Baden- Württemberg ) zusammen gelegt.

Von Beginn an waren Hanna Huser ( BW 1) und Line Rieder (BW2) in den Landeskader berufen worden, und nahmen an verschiedenen Lehrgängen und Turnieren teil.

Während Line Rieder im Team Baden- Württemberg 2 nach toller Leistung, am zweiten Turniertag leider verletzt ausscheiden musste, erzielte das Team 2 noch einen hervorragenden 5. Platz.

Hanna Huser konnte sich mit ihrem Team Baden- Württemberg 1 in einem packenden Finale gegen Westfalen, vor einer ausverkauften Bundesligaarena in Nellingen durchsetzen, und die Deutsche Meisterschaft holen. Hanna Huser konnte im Finale drei Tore zum Sieg beisteuern. Das Spiel wurde live von Deutschland TV übertragen. Ein riesen Erfolg für beide Spielerinnen und auch für den TuS- Oberhausen der gleich zwei der besten deutschen Jugendspielerinnen in seiner Jugend hat.

Gruppenbild Arge 1 und Arge 2.  Hanna Huser (TuS Oberhausen) kniend 9. Von rechts  und Line Rieder (TuS Oberhausen) stehend 6. von rechts. (Bild: Verein)

Gelungene Premiere des Deutschland-Cups

Vor knapp 800 Zuschauern in der sehr gut besuchten Sporthalle 1 in Nellingen gewann die weibliche Jugend (Jahrgang 2003) des Teams Baden-Württemberg I das Endspiel gegen Westfalen souverän mit 25:15 (13:8) Toren und stellte zudem mit Torhüterin Rena Keller, Rebecca Rott und Kimberly Gisa drei der sieben All-Star-Spielerinnen. Trainer Nico Kiener hatte in den letzten Jahren die Auswahl des Handballverbandes Württemberg (HVW) dreimal zum Länderpokalsieg geführt und war jetzt auch im „neuen Modus“ erfolgreich. Den Tag perfekt machte der fünfte Platz der zweiten Mannschaft aus Baden-Württemberg, über den sich HVW-Präsident Hans Artschwager und sein Kollege aus Südbaden, Dr. Kurt Hochstuhl, ganz besonders freuten.

Erstmals wurden Finale und das Spiel um Platz 3 dieser inoffiziellen Deutschen Meisterschaft der Landesverbände im Livestream von „Sportdeutschland.tv“ übertragen, kommentiert von den beiden ehemaligen Nationalspielerinnen Anja Rösler und Laura Glaser.

Talent-Coach Carsten Klavehn vom Deutschen Handballbund (DHB) zeichnete bei der Siegerehrung, zusammen mit Chef-Bundestrainer Nachwuchs Jochen Beppler sowie den DHB-Trainern Marielle Bohm, Zuzana Porvaznikova, Barbara Hetmanek und Maik Nowak, sieben Spielerinnen als „All-Stars“ aus: Rena Keller (Baden-Württemberg I), Nina Engel (Niedersachsen), Matilda Pleger (Schleswig-Holstein), Rebecca Rott (Baden-Württemberg I), Emma Pfennig (Westfalen), Kimberly Gisa (Baden-Württemberg I) und Anika Hampel (Hessen).

Im Finale setzte sich Baden-Württemberg I gegen Westfalen – trainiert von Franziska Heinz, 1993 Weltmeisterin und 1997 WM-Dritte mit der deutschen Nationalmannschaft – sicher mit 25:15 (13:8) Toren durch. Gestützt auf eine konsequente Abwehr mit einer starken Torhüterin Leonie Kuntz dahinter, zog das baden-württembergische Team nach dem 0:1-Rückstand unaufhaltsam davon und führte nach 12 Minuten bereits mit 8:4 Toren. Kurz vor der Pause betrug der Vorsprung gar sechs Treffer (13:7), ehe die Gäste zum Halbzeitstand von 13:8 verkürzten. In den zweiten 25 Minuten kam Westfalen beim 18:15-Zwischenstand noch einmal etwas auf (38.), doch dann ließ Baden-Württemberg einen 7:0-Lauf folgen, während die Westfälinnen zunehmend ihre Kräfte verließen und sie sich am Ende deutlich geschlagen geben mussten.

In der Halbzeitpause hatte Michael Bofinger, der Geschäftsführer der SportRegion Stuttgart, den TV Nellingen zum zweiten Mal in Folge für die beste Jugendarbeit im Bereich der weiblichen Jugend ausgezeichnet und Helga Mauz und Bernd Aichele die Trophäe überreicht.

Bei der von Bernd Aichele, dem Geschäftsführer der Schwaben Hornets, vorgenommenen Siegerehrung wurden von HVW-Präsident Hans Artschwager (Hildrizhausen), zugleich Vize-Präsident des DHB und Sprecher der Landesverbände, dem Oberbürgermeister von Ostfildern, Christoph Bolay, und Carsten Klavehn Veranstaltern, Helferinnen und Helfern, Kampfgerichten, Schiedsrichterinnen sowie den Spielerinnen für ihren Einsatz, ihr Engagement und die tollen Leistungen gedankt. Für große Freude vor allem bei den Nellinger Funktionären und Zuschauern sorgte die Aussage des Oberbürgermeisters: „Wenn Sie in den nächsten Jahren hier her zurückkommen, dann in eine neue große Sporthalle!“

Siegerbild der deutschen Meister, Hanna Huser (TuS Oberhausen) 3. von rechts. (Bild: Verein)

Für das Team Handball Baden-Württemberg I wurden von Landestrainer Nico Kiener (Herrenberg) und seinem Trainerteam Gerhard Rohr (Donzdorf), Sonja Pannach (Allensbach) und Andreas Biedermann (Mannheim) folgende Spielerinnen des Jahrgangs 2003 eingesetzt: Luna Baumann, Leonie Bürger (beide SG Kappelwindeck/Steinbach), Benita Braune, Nelli Hautz (beide TV Nellingen), Leonie Marie Dreizler (TSV Wolfschlugen), Kaja Ehrhardt (TG Geislingen), Rena Keller, Melanie Walter (beide SG BBM Bietigheim), Kimberley Gisa, Leonie Kuntz (alle SV Allensbach), Pauline Hille (VfL Sindelfingen), Hanna Huser (TuS Oberhausen), Mara Müller (TSV Rot-Malsch), Ariane Pfundstein (JSG ZEGO), Rebecca Rott (TuS Metzingen) und Anita Sigloch (HC Neuenbürg).

Im Team Handball Baden-Württemberg II spielten: Helena Amor, Helena Distel (beide TV Nellingen), Marlene Fuchs (SG Weilimdorf), Marlene Herrmann (TSG Ketsch), Viviann Igbokwe (SG BBM Bietigheim), Amelie Lang (HC Neuenbürg), Theresa Litzel (FA Göppingen), Ina Rahner (HSG Hardt), Luisa Rehkugler (TSV Deizisau), Line Rieder (TuS Oberhausen), Rebecca Schäfer (TSG Steinheim), Lisa Schipper (SG Kappelwindeck/Steinbach), Sabrina Tröster (VfL Pfullingen), Saskia Vogel (HSG Hardt), Marit Walz (SV Allensbach) und Elena Winnewisser (TSG Wiesloch). Leiter der Delegation Handball Baden-Württemberg ist der Leistungssportdirektor Dr. Pavol Streicher (Karlsruhe).

Ergebnisse Deutschland-Cup 2019 weibliche Jugend (Jahrgang 2003)

Finale: Baden-Württemberg I – Westfalen 25:15.
Spiel um Platz 3: Bayern – Niedersachsen 29:25.
Spiel um Platz 5: Schleswig-Holstein – Baden-Württemberg II 23:24.
Spiel um Platz 7: Brandenburg – Hessen 22:32.
Spiel um Platz 9: Niederrhein – Sachsen 21:29.
Spiel um Platz 11: Hamburg – Berlin 22:27.
Spiel um Platz 13: Mecklenburg-Vorpommern – Mittelrhein 24:20.

Endstand
1. Baden-Württemberg I
2. Westfalen
3. Bayern
4. Niedersachsen
5. Baden-Württemberg II
6. Schleswig-Holstein
7. Hessen
8. Brandenburg
9. Sachsen
10. Niederrhein
11. Berlin
12. Hamburg
13. Mecklenburg-Vorpommern
14. Mittelrhein
15. Thüringen
16. Rheinland-Pfalz

Handball Halbfinale:
Bayern – Baden-Württemberg I 21:25,
Niedersachsen – Westfalen 18:30.

Viertelfinale:
Bayern – Brandenburg 22:19,
Westfalen – Baden-Württemberg II 22:11,
Baden-Württemberg I – Schleswig-Holstein 30:21,
Hessen – Niedersachsen 20:29.

Platzierungsrunde 5-8:
Hessen – Baden-Württemberg II 17:20,
Brandenburg – Schleswig-Holstein 15:25.

Platzierungsrunde 9-12:
Hamburg – Niederrhein 18:23,
Berlin – Sachsen 14:20.

Platzierungsrunde 13-16:
Mecklenburg-Vorpommern – Thüringen 27:25,
Mittelrhein – Rheinland-Pfalz Handball 23:18.

Vorrunde
Gruppe A:
Brandenburg – Westfalen 13:13,
Hamburg – Mecklenburg-Vorpommern 18:16,
Hamburg – Brandenburg 9:15,
Mecklenburg-Vorpommern – Westfalen 16:26,
Brandenburg – Mecklenburg-Vorpommern 18:13,
Westfalen – Hamburg 22:16.

Endstand:
1. Westfalen (5:1 Punkte/61:45 Tore),
2. Brandenburg (5:1/46:35),
3. Hamburg (2:4/43:53),
4. Mecklenburg-Vorpommern (0:6/45:62).

Gruppe B:
Bayern – Niederrhein 20:13,
Baden-Württemberg II – Thüringen 20:15,
Baden-Württemberg II – Bayern 16:18,
Thüringen – Niederrhein 17:18,
Bayern – Thüringen 17:15,
Baden-Württemberg II – Niederrhein 16:15.

Endstand:
1. Bayern (6:0/55:44),
2. Baden-Württemberg II (4:2/52:48),
3. Niederrhein (2:4/46:53),
4. Thüringen (0:6/47:55).

Gruppe C:
Hessen – Sachsen 20:15,
Schleswig-Holstein – Rheinland-Pfalz Handball 19:17,
Schleswig-Holstein – Hessen 16:17,
Rheinland-Pfalz Handball – Sachsen 13:24,
Hessen – Rheinland-Pfalz Handball 16:17,
Sachsen – Schleswig-Holstein 9:16.

Endstand:
1. Hessen (4:2/53:48),
2. Schleswig-Holstein (4:2/51:43),
3. Sachsen (2:4/55:49),
4. Rheinland-Pfalz Handball (2:4/47:59).

Gruppe D:
Berlin – Baden-Württemberg I 8:11,
Niedersachsen – Mittelrhein 19:14,
Niedersachsen – Berlin 16:14,
Mittelrhein – Baden-Württemberg I 11:22,
Berlin – Mittelrhein 22:8,
Baden-Württemberg I – Niedersachsen 23:10.

Endstand:
1. Baden-Württemberg I (6:0/56:29),
2. Niedersachsen (4:2/45:51),
3. Berlin (2:4/44:35),
4. Mittelrhein (0:6/33:63). (Quelle: SHV Homepage: Hartmut Binder).

 

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